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Tipp 6 Zeichnungen aquarellieren

Als eigenständige Maltechnik ist die Aquarellmalerei eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Bis dahin spielten Wasserfarben in der Geschichte der Malerei hauptsächlich Hilfsdienste beim (deckenden) Kolorieren von Zeichnungen. In diesen illustrativen Techniken bleiben die Konturen stehen und trennen auch die Farbflächen klar voneinander.

Durchaus aquarellistisch wirken Federzeichnungen, wenn man sie lasierend koloriert. Die Zeichnung, beispielsweise in Tusche oder auch mit Bleistift ausgeführt, ist hier weitaus mehr als eine bloße Vorzeichnung. Sie gibt den Farbflächen ihren festen Halt. Beim ausmalenden Kolorieren haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Detailgenaues Ausmalen wirkt illustrativ. Der Schwerpunkt bleibt in der Zeichnung, wenngleich die Farbe zugleich auch Tiefe und Räumlichkeit erzeugt. Flüchtiges Aquarellieren mit flottem Strich bringt eine malerische Note in das Bild.
     
  • Beim Kolorieren in mehr als einer Farbe nähert sich das Bild einem typischen Aquarell; besonders beim flüchtigen Ausmalen. Beim monochromen (einfarbigen) Aquarellieren sorgt die Farbe vor allemfür Räumlichkeit und Stimmung. Solange man keine „bunte“ Farbe wählt, spielt der Farbton nur eine atmosphärische Rolle.
     
  • Kolorieren in der Trockentechnik erlaubt bewusst gesetzte, klare Farbkonturen. Beim lavierenden Ausmalen geht es eher um malerisch-atmosphärische Akzente.

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