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Kreativ-Tipp der Woche
Tipp 7 Die weite Landschaft
Was verleiht einem gelungenen Landschaftsgemälde seine Tiefe? Zum einen natürlich die Größenperspektive – nahe Bäume sind größer als ferne; sodann der Bildaufbau mit guter Blickführung und nicht zuletzt die Farbführung: Ferne Landschaftsteile erscheinen in der sogenannten Luftperspektive heller, blasser und bläulicher als nahe.
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| Komposition, Staffelung, Blickführung: Zusammen mit der Luftperspektive erhält das Hochtal seine Weite und Tiefe | Bei gleichem Bildaufbau erscheint diese Version deutlich flacher: Vorder- und Hintergrund unterscheiden sich farblich zu wenig, der Hintergrund ist zu dunkel. |
Die Luftperspektive
Wenn Sie von einem Aussichtspunkt in die Ferne blicken, werden Sie fest- stellen, dass die Farben beispielsweise von Tannen in der Nähe deutlich kräftiger, dunkler und klarer erscheinen als im Tannenwald in größerer Entfernung. Zum Horizont hin verblassen die Farben, sie werden bläulicher, und natürlich verschwimmen auch, vor allem an trüben Tagen, die Konturen und Details.
Diese Erscheinung wird als Luftperspektive bezeichnet. Beim Malen nutzen Sie den Effekt: Malen Sie nahe Elemente detailreicher, in kräftigeren und wärmeren Farben. Die gleichen Elemente – Bäume, Wiesen, Blumen – werden zum Hintergrund hin nicht nur kleiner, sondern sie verblassen, verschwimmen vage und erhalten einen leichten Stich ins Bläuliche.
Der Grund für dieses Phänomen: Je weiter ein Landschaftsteil entfernt ist, desto mehr Luft liegt zwischen ihm und den Betrachter. Die Luft ist jedoch nicht völlig klar. Staub und Dunst filtern die warmen, rötlichen Anteile des Sonnenlichts heraus, was die kalten Blautöne dominieren lässt. Staub und Dunst in der Luft lassen die Elemente auch blasser, undeutlicher und verschwommener erscheinen. Nahe Bereiche hingegen erscheinen vergleichsweise ungetrübt und farbsatt mit allen rötliche Anteilen, was die Farben wärmer erscheinen lässt.
Bildaufbau
Ein gelungener Bildaufbau führt den Betrachter sozusagen durch das Bild, schenkt dem wichtigen Element die größte Aufmerksamkeit und lässt den Blick in die Ferne schweifen. Die folgenden Faustregeln lassen sich natürlich längst nicht auf jede Szenerie anwenden. Teilen Sie die Malfläche in der Vorzeichnung in Vorder-, Mittel- und Hintergrund. Der farbsatt und klar gemalte Vordergrund ist bisweilen nur Staffage, der die relative Nähe andeutet und alles andere umso mehr nach hinten rückt. Ziehen Sie, wenn das Motiv es her- gibt, auch „Kulissen“ ein. Seitlich eingeschobene Elemente staffeln die Landschaftsteile; dadurch entsteht wie bei Theaterkulissen der Eindruck von Nähe und Ferne. Rücken Sie die wesentlichen Bildelemente etwas aus der Bildmitte. Dann werden sie eher wahrgenommen und das Bild erhält mehr Spannung. Wege, Flüsse oder Zäune sollten sich daher nicht geradlinig senkrecht oder waagerecht durchs Bild ziehen, sondern eher diagonal und krumm; es sei denn natürlich, Sie verfolgen mit gradliniger Linienführung bestimmte Absichten. Wo immer möglich und sinnvoll, ziehen sich weitläufige Diagonalen (Hügelketten, Bergschultern) durchs Bild.
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Tipp 6 Zeichnungen aquarellieren
Als eigenständige Maltechnik ist die Aquarellmalerei eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Bis dahin spielten Wasserfarben in der Geschichte der Malerei hauptsächlich Hilfsdienste beim (deckenden) Kolorieren von Zeichnungen. In diesen illustrativen Techniken bleiben die Konturen stehen und trennen auch die Farbflächen klar voneinander.

Durchaus aquarellistisch wirken Federzeichnungen, wenn man sie lasierend koloriert. Die Zeichnung, beispielsweise in Tusche oder auch mit Bleistift ausgeführt, ist hier weitaus mehr als eine bloße Vorzeichnung. Sie gibt den Farbflächen ihren festen Halt. Beim ausmalenden Kolorieren haben Sie verschiedene Möglichkeiten:
- Detailgenaues Ausmalen wirkt illustrativ. Der Schwerpunkt bleibt in der Zeichnung, wenngleich die Farbe zugleich auch Tiefe und Räumlichkeit erzeugt. Flüchtiges Aquarellieren mit flottem Strich bringt eine malerische Note in das Bild.
- Beim Kolorieren in mehr als einer Farbe nähert sich das Bild einem typischen Aquarell; besonders beim flüchtigen Ausmalen. Beim monochromen (einfarbigen) Aquarellieren sorgt die Farbe vor allemfür Räumlichkeit und Stimmung. Solange man keine „bunte“ Farbe wählt, spielt der Farbton nur eine atmosphärische Rolle.
- Kolorieren in der Trockentechnik erlaubt bewusst gesetzte, klare Farbkonturen. Beim lavierenden Ausmalen geht es eher um malerisch-atmosphärische Akzente.
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Teil 5 Warm und kalt, nah und fern
„Farben sind das Lächeln der Natur“, sagt der englische Dichter James H. L. Hunt. Doch lächelt die Natur in höchst unterschiedlichen Farben, mit denen wir verschiedene Gefühle und Stimmungen verbinden – in der Landschaft ebenso wie in der malerischen Wiedergabe.

Psychologen haben die Wirkung von Farben gründlich erforscht. Sie ist bei fast allen Menschen gleich:
- Helle Farben wirken leicht und freundlich, dunkle Farben düster.
- Reine Farbtöne wirken dominant, gebrochene Farbtöne zurückhaltend.
- Warme Farben schaffen Nähe, kalte Farben Distanz.
In der Landschaftsmalerei geht es vor allem um die Wirkung von warm und kalt, Nähe und Ferne. Warme Farbtöne wie Gelb und Orange erwecken den Eindruck von Nähe, während Blautöne als kalte Farben in den Hintergrund treten. Dieser Effekt ist wichtig bei der Farbwahl von Vorder- und Hintergrund.
Warme Farben:
Als „warm“ gelten Farben, die wir mit Wärme verbinden: die Farben des Feuers und der Sonne. Dazu zählen Gelb, Orange, Rot und die Erdfarben Ocker, Siena und Umbra. Mischt man diese Farben, entstehen wieder warme Farbtöne. Auch innerhalb der warmen Farbskala gibt es wärmere und kältere Töne: Zitronengelb hat grüne Anteile und wirkt kühler als Kadmiumgelb. Karminrot wirkt durch seine blauen Anteile kälter als Kadmiumrot.
Betrachten Sie diese Farbfelder: Gelb rückt am nächsten heran, Blau zieht sich am weitesten zurück. Auch wenn Sie das Bild verkehrt herum betrachten, bleibt die Wirkung gleich.
Kalte Farben:

Kalt wirken vor allem Blautöne, aber auch Violett, Grün und Grau. Mischt man kalte Farben untereinander, so entstehen wiederum kalte Farbtöne.
Teil 4 Malen mit Aquarell

Aquarellfarben decken weder das Papier noch darunterliegende Farbflächen voll ab. Beides scheint durch und bestimmt das Bild mit. Darin, in der Transparenz des Farbauftrags, liegt auch schon das ganze Geheimnis – und der Vorzug – der Aquarellmalerei.
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Tipp 3 - Malen mit Pastell
Tipp2 - Pastell und Knetgummi
Dünn aufgetragene Pastellfarbe kann man problemlos entfernen. Kräftige Striche und Grautöne lassen sich dagegen nicht restlos radieren. Deshalb sollte man Korrekturen so weit wie möglich vermeiden. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, manchmal eine Stelle auf dem Papier auszusparen, indem man sie vor dem Malen abdeckt.
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